GEMA-Tarifreform nicht akzeptabel

Brauchtumpflege muss vor überhöhten Gebühren geschützt werden

 

In einem Schreiben an die Generaldirektion der GEMA hat Bundestagsabgeordneter Thomas Rachel (CDU) gefordert, dass es bei der angekündigten Tarifreform einen Sondertarif oder Rabatt speziell für ehrenamtlich getragene Vereine gibt, die das Brauchtum der Karnevalisten und Schützen pflegen.

„Es ist nicht akzeptabel, wenn die neuen GEMA-Tarife Preissteigerungen von bis zu 400 Prozent für ehrenamtlich tätige Karnevals- oder Schützenvereine zur Folge haben. Das gefährdet und erschwert die ehrenamtliche Brauchstumpflege erheblich“, kritisiert Thomas Rachel verärgert, der auch CDU-Vorsitzender im Kreis Düren ist.

 

Als ersten Schritt konnte Thomas Rachel MdB erreichen, dass führende Vertreter der GEMA zu einer Sitzung der Arbeitsgruppe Kultur und Medien der CDU/CSU-Bundestagsfraktion eingeladen wurden. Thema: die negative Wirkung der GEMA-Tarifreform für die Vereine.

Außerdem finden nun Gespräche zwischen der GEMA und den Bundesverbänden der Karnevalisten und der Schützen statt, berichtet Thomas Rachel. So erfahre die GEMA, welche katastrophale Wirkung die Tarifreform für viel ehrenamtliche Brauchtumsvereine hat.

 

Unterstützung erhalten die zahlreichen Karnevalsgesellschaften und Schützenvereine vom Bundestagsabgeordneten Thomas Rachel: „Wir brauchen eine Differenzierung zwischen kommerziellen Veranstaltungen, die auf finanziellen Gewinn ausgerichtet sind und Veranstaltungen, die das Brauchtum wie Karneval oder Schützenfeste pflegen. Hier muss sich die GEMA korrigieren!“, fordert Rachel.

 

Die von der GEMA für 2013 angekündigte Tarifreform hat zu großen Protesten und viel Verunsicherung auch bei zahlreichen Schützen- und Karnevalsvereinen im Kreis Düren geführt. Sehr häufig wurden die negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation der Vereine bemängelt. Einzelne Vereine befürchten, dass sie Veranstaltungen nicht mehr durchführen könnten, wenn die Tarifreform erhebliche Preissteigerungen bei den GEMA-Gebühren zur Folge hat.

 

Unstrittig ist, dass das Abspielen von Musik gebührenpflichtig ist und die Urheber bzw. Künstler auch zu ihrem Recht kommen müssen. Dies darf jedoch nicht auf dem Rücken ehrenamtlicher Vereine geschehen, die regionales Brauchtum leben, betont Christdemokrat Rachel.

 

 

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