Förderung für Altenpfleger-Ausbildung sichern

Die CDU-Landtagsfraktion hat Gesundheitsministerin Steffens aufgefordert, die dringend benötigten Haushaltsmittel für die Altenpfleger-Ausbildung endlich freizugeben. Nach Medienberichten können junge Auszubildende ihre Lehrstelle zum Beispiel bei der Arbeiterwohlfahrt nicht beginnen, da sich die Freigabe der notwendigen Gelder verzögere, wie die „Westfälische Rundschau“ heute (8. Oktober 2012) berichtet. 

In dem Bericht heißt es wörtlich: „In einer Nacht- und Nebelaktion kündigte die AWO sämtliche Ausbildungsverträge mit den Jugendlichen – insgesamt 27.“

 

Der sozialpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Peter Preuß, forderte die Landesregierung auf, die Ausbildungsplätze in dem erforderlichen Umfang weiterhin zu fördern. Darüber habe in der letzten Wahlperiode breiter Konsens im Landtag bestanden. Nun beabsichtige die Landesregierung darüber hinaus, die landesgeförderten Ausbildungsplätze im Bereich der Altenpflegeausbildung bereits in diesem Jahr von 25 auf 22 zu reduzieren, trotz der erfolgten Einführung einer Umlagefinanzierung. „Diese Begrenzung muss aufgehoben werden“, sagte Preuß. „Die Reduzierung wird dem Bedarf nicht gerecht.“

 

„Der Bedarf an landesgeförderten Ausbildungsplätzen hat sich erhöht“, erklärte der Sozialexperte. Immer mehr junge Menschen wollen offenbar den Beruf Altenpflegerin/Altenpfleger erlernen. „Das ist angesichts der demografischen Entwicklung und des Fachkräftemangels auf dem Pflegesektor eine sehr erfreuliche Entwicklung. Die Landesregierung darf die Landesmittel nicht reduzieren und die Ausbildungseinrichtungen wirtschaftlich zwingen, ihre Ausbildungskapazitäten zu verringern. Versäumnisse und Fehlkalkulationen von Ministerin Steffens dürfen nicht auf die Wohlfahrtsverbände abgeschoben werden und schon gar nicht zu Lasten der Ausbildungsqualität gehen.“

 

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