Berufsfelderkundung: Jugendliche lernen verschiedene Berufe in der Praxis kennen

Die Berufsfelderkundung ist für Jugendliche ein wichtiger Baustein in ihrer Berufs- und Studienorientierung: Indem sie noch während der Schulzeit unterschiedliche Berufsfelder in der Praxis kennenlernen, gewinnen sie realistische Perspektiven für ihre weitere berufliche Laufbahn. „Das ist auch wichtig, um dem Fachkräftemangel in unserer Region entgegenzuwirken. Dabei erhalten wir Unterstützung durch das Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss: Übergang Schule-Beruf in NRW“, so Städteregionsrat Helmut Etschenberg. „Für die Berufsfelderkundung gibt es eine gute Basis, aber es bleibt auch noch viel zu tun.“

Berufsfelderkundungsplätze für alle Schülerinnen und Schüler bei Betrieben und Unternehmen zu akquirieren ist keine leichte Aufgabe für die Schulen. Deswegen erhalten sie Unterstützung vom Bildungsbüro der StädteRegion Aachen und durch Fördergelder des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF): Für das kommende Schuljahr 2014/2015 fördert es für 3.479 Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse an 48 Schulen die dreitägige Berufsfelderkundung bei einem lokalen Träger. Das entlastet die Schulen und Unternehmen in der StädteRegion von dem enormen Druck, geeignete Plätze schon zum nächsten Jahr in ausreichender Höhe zu organisieren. Zudem erhalten die regionalen Träger so mehr Planungssicherheit. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel MdB, betonte: „Damit Jugendliche zielorientiert ihren Weg in ein erfülltes Berufsleben gehen können, stellt das Bundeministerium für Bildung und Forschung rund 870.000 Euro für Potentialanalyse und Berufsfelderkundung in der StädteRegion Aachen zur Verfügung. Durch die Vereinbarung von BMBF und Land NRW haben wir erreicht, dass in der Region Aachen nachhaltige Strukturen aufgebaut wurden und die Förderung der Berufsorientierung langfristig gesichert ist.“

 

Die in der StädteRegion Aachen im Rahmen von Förderprogrammen durchgeführten Berufsfelderkundungen fanden bisher ausschließlich in Werkstätten von Trägern statt. Dieses Angebot soll im Rahmen des Landesprogramms „Kein Abschluss ohne Anschluss: Übergang Schule-Beruf in NRW“ (KAOA) perspektivisch und schrittweise durch betriebliche Angebote ersetzt werden.

 

In der StädteRegion Aachen konnte während des letzten Jahres schon einiges erreicht werden: In der StädteRegion Aachen hat ein „Runder Tisch“ getagt, um die Bereitstellung von Berufsfelderkundungsplätzen für die Region anzuregen. Themenschwerpunkt war die Frage, wie die Betriebe verbindlich in die Umsetzung der Berufsfeld¬erkundung einbezogen und erprobte Qualitätsstandards gesichert werden können. Beteiligt waren hier Vertreter der Wirtschaft ebenso wie von Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden und der Schulaufsicht. Nach ihren Empfehlungen haben die Verantwortlichen für die kommunale Koordinierung im regionalen Bildungsnetzwerk praktische Maßnahmen entwickelt, die der Beirat Schule-Beruf-Studium Ende 2013 verabschiedet hat. Das Ergebnis sind regional abgestimmte Qualitätskriterien für die Berufsfelderkundung, ein Matchingverfahren zur Unterstützung der Schulen und ein Informationsflyer für Unternehmen.

 

Informationen für Unternehmen

Der Informationsflyer „Lernen Sie Ihre Nachwuchskräfte kennen!“ bietet Informationen für Unternehmen. Diesen Flyer nutzen sowohl Kammern und Verbände als auch Schulen bei der Akquise von Berufsfeld¬erkun-dungsplätzen.

 

Kriterienkataloge

Um die Akquise von Berufsfelderkundungsplätzen voranzutreiben, gibt es in der StädteRegion Kataloge mit Qualitätskriterien für die Berufs-felderkundung in Betrieben und bei Trägern. Diese Checklisten können Unternehmen und Träger nutzen, um die an sie gestellten Anforderungen zu überprüfen und die Berufsfeld¬erkundung zu planen.

 

Matchingverfahren

Ein regionales Matchingverfahren soll den Schulen künftig Unter¬stützung bei der Suche nach geeigneten Berufsfeld¬erkun¬dungsplätzen bieten. Das soll so aussehen: Wenn die Schulen ihre eigenen Möglichkeiten, z.B. vorhandene Kooperationen mit Unternehmen, Elternkontakte oder die Praktikumslisten der Agentur für Arbeit, genutzt haben und noch Plätze benötigen, nehmen sie Kontakt mit dem Bildungsbüro auf. Dieses arbeitet mit festen Ansprechpartnern bei Verbänden zusammen, die regelmäßig freie Plätze melden und kann so Auskunft über weitere Plätze in schulortnahen Betrieben geben. Dieses Verfahren ist im Aufbau und wird im Schuljahr 2013/14 mit Gymnasien in der StädteRegion Aachen erprobt.

 

 

Kein Abschluss ohne Anschluss: Übergang Schule-Beruf in NRW – Kommunale Koordinierung in der StädteRegion Aachen

Bei der Studien- und Berufsorientierung im NRW-Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss: Übergang Schule-Beruf in NRW“ stehen die Förderung und die Chancen jedes einzelnen Jugendlichen im Vordergrund: Schrittweise sollen alle Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden Schulen ab der 8. Klasse, egal ob an Förderschule oder Gymnasium, eine systematische Berufs- und Studienorientierung erhalten. Dazu gehören auch gezielte Berufserkundungen in Betrieben oder bei Bildungsträgern, mit denen die Jugendlichen ihre Fähigkeiten in der Praxis überprüfen können.

 

Aufgabe der StädteRegion Aachen ist die Koordinierung der notwendigen Abstimmungen zwischen den Akteuren der Berufs- und Studienorientierung, der Berufsvorbereitung und der Berufsausbildung auf regionaler Ebene. Sie moderiert die Kommunikation der beteiligten Partner, führt die Geschäfte des Beirats Schule-Beruf-Studium, der Steuergruppe und der drei Facharbeitsgruppen, holt die Akteure an einen Tisch, erwirkt tragfähige Absprachen und fördert so die Zusammenarbeit.

 

Als Grundlage dient die von den relevanten Partnern in einem vom Bildungsbüro koordinierten Abstimmungsprozess entwickelte und aufgebaute Gremienstruktur. Alle allgemeinbildenden Schulen sind wichtige Partner in den Gremien und in die Strukturen fest eingebunden. Die institutionellen und rechtlichen Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten der Beteiligten bleiben dabei bestehen.

 

Kontakt:

Barbara Wennmacher

0241/5198-4316

barbara.wennmacher@staedteregion-aachen.de

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Timmy Ek (Donnerstag, 02 Februar 2017 05:51)


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  • #2

    Fae Gillie (Donnerstag, 02 Februar 2017 22:10)


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